Sunday, September 15th, 2019

Auch deutsche Herren im Halbfinale der Team-WM!

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Nach den deutschen Tischtennis Damen, haben nun auch die deutschen Tischtennis Herren den Einzug ins Halbfinale der Mannschafts-WM in Moskau geschafft. Gegen Gastgeber Russland überzeugten Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß mit einem 3:0 Sieg.

Zwei Stunden später als geplant, konnte erst das Viertelfinale Deutschland gegen Russland beginnen. Grund dafür war die Überlänge des Viertelfinale der Damen zwischen Südkorea und Japan, in dem sich Japan mit 3:2 durchsetzen konnte (Spieldauer von fast fünf Stunden!).

Um 19:30 Uhr konnte es dann auch endlich los gehen. Trotz der gewaltigen russischen Kulissen konnte sich Timo Boll den ersten Satz knapp mit 13:11 sichern. Dabei vergab Boll seinen Satzball beim 10:9, behielt aber die stärkeren Nerven. Auch der zweite Satz war ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Spieler, die sich nichts schenkten. Gegen Ende des Satzes konnte Timo Boll an seinem Kontrahenten aber doch vorbeiziehen und gewann den Satz mit 11:6. Nun zeigte sich langsam doch die Klasse eines Timo Bolls. Und auch in den dritten Satz startete Boll richtig stark, sodass der russische Trainer nach dem 1:4 seines Schützlings Skachkov das Timeout zog. An der Dominanz von Timo Boll konnte dieses Timeout aber auch nichts ändern, der bald dem Russen punktemäßig davon zog. So gewann Boll souverän den dritten und damit letzten Satz in dieser Partie mit 11:5.

Im Gegensatz zu Timo Boll, konnte Dimitrij Ovtcharov seinen ersten Satz gegen Alexey Smirnov nicht gewinnen. Trotz eines guten Spiels, hörte Ovtcharov beim Spielstand von 9:7 auf zuspielen, sodass der Russe Alexey Smirnov den ersten Satz mit 11:9 gewinnen konnte. Schade, hier hätte auch Ovtcharov sich eine gute Ausgangsposition erspielen können. Vielleicht selber etwas über den unglücklichen Ausgangs des ersten Satzes verärgert, drehte Ovtcharov im zweiten Satz noch einmal richtig auf und schloss diesen mit einem 11:4 Sieg ab. Auch im dritten Satz zeigte Dimitrij Ovtcharov noch einmal was er konnte. Mit viel Mut und einem starken Angriffsspiel gewann er den Satz souverän mit 11:3. Nach dieser Leistung dachte man eigentlich, der vierte Satz wird nun ein Kinderspiel für Ovtcharov, aber so konnte man sich täuschen. Ovtcharov spielte viel zu passiv, Smirnov machte nun vor heimischer Kulisse eine starke, offensive Partie und holte einen Punkt nach dem anderen. Demnach gewann Alexey Smirnov zu recht mit 11:5, es musste also der alles entscheidende fünfte Satz gespielt werden. Trotz zwei Timeouts, behielt Dimitrij Ovtcharov die Nerven und gewann am Ende mit 11:7.

Richtig gut kam auch Christian Süß ins Spiel gegen Fedor Kuzmin. Er gewann, wie auch schon Timo Boll, seinen ersten Satz – 11:9 hieß das Endergebnis. Auch der zweite Satz war heiß umkämpft, diesmal aber mit glücklicherem Ende für Fedor Kuzmin, der den Satz mit 11:8 gewinnen konnte. Im dritten Satz hatte dann wieder Christian Süß die Oberhand und gewann diesen mit 11:6. Nun fehlte nur noch ein Satz für den Einzug ins Halbfinale. Wie sollte es in dieser Partie aber auch anders sein, den vierten Satz gewann nicht Christian Süß, sondern, genau Fedor Kuzmin konnte wieder ausgleichen. Damit ging es in den entscheidenden fünften Satz. Nachdem sich Süß und Kuzmin nun immer mit dem Satzgewinn abwechselten, musste nun rein rechnerisch wieder Christain Süß gewinnen. Und tatsächlich, den entscheidenden fünften Satz gewann Süß mit 11:5. Damit zieht Deutschland ins Halbfinale der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Moskau 2010 ein.

Im Halbfinale treffen die deutschen Herren nun am Samstag um 17.30 Uhr deutscher Zeit auf Südkorea. Diese gewannen mit 3:1 gegen Deutschlands Gruppengegner Ungarn.

Im übrigen hat Deutschland nun schon die zweite Bronze-Medaille sicher, da der dritte Platz nicht ausgespielt wird. Für die deutschen Herren sollte aber natürlich mehr drin sein. Man darf sich also schon auf das morgige Spiel freuen.

Deutschland – Russland 3:0
Timo Boll – Kirill Skachkov 3:0 (13:11, 11:6, 11:5)
Dimitrij Ovtcharov – Alexey Smirnov 3:2 (9:11, 11:4, 11:3, 5:11, 11:7)
Christian Süß – Fedor Kuzmin 3:2 (11:9, 8:11, 11:6, 11:5)


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