Olympia 2016: Silber für die Damen, Bronze für die Herren

Nach dem doch sehr enttäuschenden Abschneiden in den Einzelwettkämpfen konnten die beiden deutschen Mannschaften im Team-Wettbewerb für ein mehr als nur versöhnliches Ende der Olympia 2016 aus Tischtennis-Sicht sorgen. Während die Damen nach ihrem bärenstarken Auftritt im Halbfinale gegen Japan sich nur den alten und neuen Olympia-Siegerinnen aus China schlagen musste, konnten die deutschen Herren in ihrem Spiel um Platz 3 noch einmal gegen Korea punkten. Weiterlesen

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Olympia 2016: Auch Ovtcharov raus!

Die Deutschen Tischtennisspieler müssen den Traum von der olympischen Einzelmedaille auch diese Olympiade begraben. Nachdem schon Timo Boll gestern überraschend am Nigerianer Quadri Aruna gescheitert war, folgte heute die Viertelfinal-Niederlage von Dimitrij Ovtcharov gegen Vladimir Samsonov. Ovtcharov kann damit nicht an seinen großen Erfolg 2012 in London anknüpfen, als er die Bronze-Medaille gewann.

Trotz Verletzung konnte sich Vladimir Samsonov gegen seinen Teamkollegen des Gazprom Fakel Orenburg durchsetzen. Ovtcharov verlor in einem äußerst taktisch geprägten Spiel mit 2:4 (8,-7,-17,4,-2,-12). Ein Spiel zuvor schrieb Ovtcharov noch Geschichte, als er beim seinem 4:1-Erfolg über Bojan Tokic den wohl längsten Satz auf einem professionellen Turnier spielte. So gewann er zwar das Spiel verlor aber den ersten Satz mit 31 zu 33. Ganze 26 Minuten dauerte diese erste Satz und war damit ein Fall für die Geschichtsbücher. Ob das Ovtcharov aber nach seinem Einzel-Aus trösten wird, das ist eher fraglich.

Auch die deutschen Damen mussten sich vom Traum einer Einzelmedaille verabschieden. Die einzige verbliebene Deutsche im Turnier musste ausgerechnet gegen die chinesische Weltmeisterin ran. Am Ende verlor Han Ying klar gegen Ding Ning mit 0:4 (-8,-5,-3,-7).

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Olympia 2016 – Boll ausgeschieden!

Timo Boll und Olympia – Das soll wohl einfach nicht sein! Schon in seinem Auftaktmatch tat sich Boll gegen Alexander Shibaev unerwartet schwer und konnte den Russen nur knapp mit 4:3 (-12,4,-7,7,-10,10,6) schlagen. Nun muss ein holpriger Start ja nichts schlechtes verheißen, leider fand Boll aber auch im heutigen Achtelfinale nicht zu seiner Form.

Gegen Quadri Aruna aus Nigeria unterlag er mit 2:4 (-10,-10,-5,3,5,-9). Gegen den nigerianischen Weltranglisten-40 zeigte sich Boll, wie auch schon im Spiel gegen Shibaev, ungewohnt fehleranfällig. Der Traum von einer olympischen Einzel-Medaille muss er nun wohl endgültig begraben.

Im Rennen um eine Medaille ist hingegen noch Dimitrij Ovtcharov. Wie auch schon Boll tat sich Ovtcharov aber im heutigen Spiel gegen Li Ping aus Qatar sehr schwer. Es fehlte nicht viel und Ovtcharov wäre nicht einmal ins Achtelfinale eingezogen. Am Ende stand dann aber doch ein sehr schmeichelhaftes 4:3 (-8,4,9,-7,5,-9,9) für dem im Vorfeld deutlich favorisierten Ovtcharov.

Da kann man nur hoffen, dass Ovtcharov nicht Bolls Beispiel folgt. Sein Achtelfinale bestreitet Dimitrij Ovtcharov gegen Bojan Tokic, am Dienstag um 2:30 Uhr deutscher Zeit.

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Sieht so die Tischtennisplatte der Zukunft aus?

Tischtennis ist ja für seine Dynamik bekannt und das nicht nur in sportlicher Hinsicht. Sei es Änderungen am Zählverhalten oder gar die Ablösung der liebgewordenen Zelluloid-Bälle. Während aber selbst im Fußball mit der Torlinientechnik nach und nach Technologien zum Einsatz kommen, sieht es im Tischtennis hier noch mau aus. Das könnte der interaktive Table Tennis Trainer des 28-jährigen Schwaben Thomas Mayer aus Aitrach in Baden Württemberg ändern. Dieser hat nämlich im Rahmen seiner Bachelorarbeit ein interaktives System aus Beamer, Webcams und Software entwickelt. Bevor ich an dieser Stelle zu viele Worte darüber verliere, schaut es euch am besten erst einmal selbst an:


Technisch realisiert wurde der Table Tennis Trainer unter anderem mit zwei Playstation Eye-Kameras und einem Beamer, die mehrere Meter über dem Boden oberhalb des Tisches angebracht wurden. Die graphische Ausgabe auf dem Tisch wurde über die Entwicklungsumgebung VVVV realisiert. Getrackt wird sowohl der Tischtennisball als auch der Schläger über das gesamte Spiel hinweg.

Wirklich praktikabel ist der Table Tennis Trainer aber noch nicht wirklich. Wie man im Video sieht, muss der Raum für die Projektion auf die Platte zumindestens abgedunkelt sein. Wie wichtig aber eine gute Beleuchtung für das eigene Spiel ist, sollte jeder Tischtennisspieler nur zu gut wissen.

Wer mehr Informationen über das Projekt möchte, der kann auf der offiziellen Projekt-Website vorbeischauen.

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Buchvorstellung: 111 Gründe, Tischtennis zu lieben – Eine Liebeserklärung an die grossartigste Sportart der Welt

Buchvorstellung: 111 Gründe, Tischtennis zu lieben Tischtennis ist ja wirklich nicht die populärste Sportart und jeder Tischtennisspieler wird die teilweise mitleidigen oder gar desinteressierten Blicke kennen, wenn man dem Gegenüber auf die Frage ob und welche Sportart man denn ausübe eröffnet, man sei Tischtennisspieler: „Ach du spielst Tischtennis … ok, schön.“ Dabei gibt es doch so viele gute Gründe für Tischtennis, Jan Lüke hat gar 111 Gründe gefunden und diese in seinem Buch „111 Gründe, Tischtennis zu lieben – Eine Liebeserklärung an die grossartigste Sportart der Welt“ verewigt. Ich habe das Buch erhalten und möchte euch einen kleinen Einblick geben, was euch in diesem Buch erwartet. Weiterlesen

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Dimitrij Ovtcharov sagt für Team-WM ab

Ohne Tischtennis-Europameister Dimitrij Ovtcharov wird es für die deutsche Herrenmannschaft zur Team-WM in Malaysia gehen. Ovtcharov zollt mit seiner Absage damit Tribut an seine hartnäckige Rückenprobleme. Wegen einer Muskelzerrung mit Nervenreizung verzichtete Ovtcharov auf Anraten von DTTB-Mannschaftsarztes Toni Kass und in Absprache mit dem Bundestrainer-Team auf den WM-Start. Als Ersatz rückt Steffen Mengel ins WM-Team. Auf der DTTB-Website teilte Ovtcharov mit:

„Das ist einer der härtesten Momente für mich in meiner Sportlerkarriere. Nach drei Vize-Weltmeisterschaftstiteln in Folge und tollen Erlebnissen bei Team-WMs sind es die ersten Welttitelkämpfe, die ich absagen muss, seit ich 2007 mein WM-Debüt gefeiert habe. Das ist natürlich sehr traurig für die Mannschaft und für mich selbst, aber ich möchte meinen Olympia-Start auf keinen Fall gefährden“

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2. Runde der ETTU Champions League live auf www.laola1.tv

Für die Tischtennis-Spieler geht es in die zweite Runde der ETTU Champions League. 16 Männer-Teams spielen ab heute, Freitag, 09. Oktober, weiter um den Titel der besten europäischen Vereinsmannschaft. LAOLA1.tv begleitet die Königsklasse mit einer umfassenden Berichterstattung und zeigt alle Partien live.

In der ersten Runde konnte sich der 27-malige Deutsche Meister Borussia Düsseldorf mit 3:1 gegen K.S. Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki (POL) und der SV Werder Bremen mit 3:2 gegen KST Energa Manekin Torun (POL) durchsetzen. Eine 2:3-Niederlage musste hingegen der 1. FC Saarbrücken gegen die Franzosen aus Angers einstecken. Die beiden österreichischen Mannschaften waren siegreich: Weinviertel Niederösterreich bezwang den ASTS „Olimpia Unia“ Grudziadz (POL) mit 3:1 und die SPG Walter Wels siegte ebenfalls mit 3:1 gegen den Titelverteidiger Fakel Gazproma Orenburg (RUS).

Noch bis zum 18. Dezember spielen 16 Mannschaften aus sieben europäischen Ländern in sechs Rundenspielen der Vorrunde um einen Platz im Viertelfinale. Die zwei besten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die nächste Runde.

LAOLA1.tv überträgt alle Spiele der ETTU Champions League live und stellt anschließend die „Full-Match“-Mitschnitte auf seiner Website zur Verfügung. Begleitet wird die Berichterstattung über die europäische Tischtennis-Königsklasse durch das Magazin „Backspin“, in dem unter anderem die „Szene der Woche“, News aus den sozialen Netzwerken und Hintergrund-Berichte präsentiert werden. Für LAOLA1 PREMIUM Mitglieder sind die Übertragungen auch mobil via Smartphone und Tablet verfügbar. LAOLA1 PREMIUM Mitglieder sehen zudem alle Livestreams in hochauflösender HD-Qualität und via Smart-TV.

Die ETTU Champions League LIVE auf LAOLA1.tv:

Freitag, 09.10.

  • 17.00 Uhr: Olimpia Unia Grudziadz (POL) – GV Hennebont TT (FRA)
  • 18.00 Uhr: 1. FC Saarbrücken TT – Fakel Gazproma Orenburg (RUS)
  • 18.00 Uhr: STEN Marketing HB Ostrov (CZE) – Dartom Bogoria Grodzisk (POL)
  • 19.00 Uhr: Chartres ASTT (FRA) – Borussia Düsseldorf
  • 19.00 Uhr: KST Energa-Manekin Torun (POL) – AS Pontoise Cergy (FRA)
  • 19.30 Uhr: VS Angers TT (FRA) – SPG Walter Wels
  • 20.00 Uhr: Eslovs AL Bordtennis (SWE) – SV Werder Bremen

Samstag, 10.10.

  • 20.15 Uhr: Weinviertel Niederösterreich – UMMC Ekaterinburg (RUS)
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Gold für Ovtcharov in Baku

Nach dem der Ausfall von Timo Boll im Team-Wettbewerb bei den Europaspielen in Baku und dem damit verbundenen enttäuschenden vierten Platz für Dimitrij Ovtcharov und Patrick Baum, konnte zumindestens ersterer im Einzel-Wettbewerb nun ordentlich feiern. Gegen seinen Team-Kollegen Vladimir Samsonov aus Weißrussland gewann Ovtcharov in 4:3 Sätze (-10,-7,9,3,-9,7,8) und sicherte sich damit nicht nur die Goldmedaille, sondern auch das direkte Ticket für Olympia 2016 in Rio de Janeiro. Weiterlesen

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SMS-Initiative für Kinder: Tischtennis mit Paralympics-Sieger

Wo anders als im Deutschen Sport und Olympia Museum in Köln könnten Kinder für Sport und Bewegung begeistert werden? Aus diesem Grunde lädt das Sport Museum die an der Initiative „SMS. Sei schlau. Mach mit. Sei fit.“ teilnehmenden Grundschulkinder zu einem Rundgang durch das Museum ein. Dabei erhalten die Kinder anhand einzigartiger Exponate einen tiefen Einblick in die Entwicklung des Sports von der Antike bis in die Neuzeit. Zudem absolvieren sie einen Sportparcours, wie etwa die Fahrt auf einem Profi-Rennrad im Windkanal. Im Anschluss daran können sich die Schüler bei einem Tischtennistraining mit einem der weltbesten Spieler messen. Holger Nikelis ist Paralympics-Sieger und Weltmeister im Tischtennis und engagiert sich als Pate der SMS-Initiative. „Unser pädagogisches Konzept ist darauf ausgerichtet, Kinder für den Sport zu motivieren. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, die SMS-Initiative zu unterstützen“, betont Museumsdirektor Dr. Andreas Höfer. „Regelmäßige Bewegung vom Kindesalter an ist die Grundlage eines gesunden Lebens“, ergänzt Projektleiter Prof. Karsten Müssig. Die SMS-Initiative möchte Kinder motivieren, sich mehr zu bewegen und sich gesünder zu ernähren. Langfristig soll das Bewusstsein für einen ausgeglichenen Lebensstil geschaffen werden, um die Entwicklung von Übergewicht und lebensstilbedingten Erkrankungen wie Diabetes zu verhindern.

Die von Prof. Karsten Müssig geleitete Initiative „SMS. Sei schlau. Mach mit. Sei fit.“ wendet sich an Kinder in Düsseldorfer und Kölner Grundschulen. Die teilnehmenden Kinder erhalten zusätzliche Unterrichtsstunden zur Ernährung in Kooperation mit dem Bildungszentrum für Diätassistenz der Kaiserswerther Diakonie und das von der Sportwissenschaftlerin Dr. Kerstin Ketelhut für Grundschulen entwickelte Bewegungsprogramm „Fitness für Kids“. Die beiden Krankenkassen IKK classic und KKH, diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, namhafte Partner und Persönlichkeiten unterstützen das Projekt. Schirmherr ist der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel. Die Partner der SMS-Initiative, dazu zählen in Köln neben dem Deutschen Sport und Olympia Museum die Bäcker-Innung Köln / Rhein-Erft-Kreis, Kölner Tennis- und Hockey-Club Stadion Rot-Weiss e.V. und SC Fortuna Köln, ermöglichen den Kindern zudem sehr attraktive außerschulische Lernorte.

Weitere Informationen zu der Initiative gibt es unter: www.sms-mach-mit.de

Quelle: Pressemitteilung

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Timo Boll aus Weltrangliste gestrichen

Nach zwanzig Jahren gehört Timo Boll nicht mehr zu den besten Tischtennisspielern der Welt. Diese Ansicht vertritt zumindestens der Weltverband ITTF, der einen der besten deutschen Tischtennisspieler einfach aus der Weltrangliste gestrichen hat. Grund: Boll hat zuletzt im vergangenen Herbst ein internationales Turnier gespielt hat und war damit mehr als vier Monate nicht aktiv. Gemäß einer neuer Regelung fällt Bolls Platzierung auf Platz 10 weg.

Auf Facebook äußert sich Boll zu diesem doch sehr denkwürdigen Ereignis. Er schreibt unter anderem:

In diesem Monat tauche ich da nicht auf, was einerseits taktisch bedingt ist, weil ich mich ja bekanntlich auf die Saisonhöhepunkte konzentriere, und anderseits mich zum Opfer einer sicher fragwürdigen Regelung des Weltverbandes macht, Sportler, die vier Monate an keinem Weltranglistenturnier teilnehmen, vorläufig zu streichen. Keine Sorge: im nächsten Monat, wenn dann die German Open mitzählen, habe ich meinen Top10-Platz zurück!
Im Tennis gibt es die Einjahresregelung, die nachvollziehbar ist. Die gab es bei uns bis vor kurzem auch. Aber auch mit der Viermonats-Regelung hätte ich leben können, wenn mir meine Hüftprobleme nicht meinen fest geplanten Start an den Katar Open vermasselt hätten.

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