Sponsoring: Müller mischt auf oder warum auch Geld die Welt regiert
Sponsoring ist ja durchaus eine gute Sache, immerhin bringt das Geld den Sport ja auch irgendwie weiter. Bei nachfolgenden Fall musste ich aber schmunzeln und mit dem Kopf schütteln zugleich. Es geht um den Artikel Frank Müller – Der spielende Tischtennissponsor der auf dem “Tagesspiegel” erschienen ist.
Darin geht es um Frank Müller, ein Besitzer einer Immobilienfirma, der angeblich für das Tischtennis-Sponsoring eine siebenstellige Summe ausgegeben haben soll. Schon einmal etwas von Müller Munscheid, Müller Würzburg oder Müller Frickenhausen/Würzburg gehört? Alles Vereine, denen Müller Geld gegeben hat, um sein Namen zu platzieren. Das ist eine Sache, im Fussball werden ja auch die Stadien nach den Sponsoren benannt. Aber wenn der Sponsor dann auch noch seinen Platz im Team “erkauft”, dann muss man schon über die Grenzen eines Sponsorings reden.
Leider geht der Artikel nicht wirklich auf dieses Thema ein. An paar Stelle fallen zwar Sätze wie:
Sein rundlicher Körper erinnert eher an einen Freizeitspieler, seine Technik ist dagegen alles andere als rund.
[...]
Und mit seiner Frau diskutiert er immer noch, ob sich diese Investition auch fürs Geschäft gelohnt hat. Oder ob es nicht doch eher ein teures Freizeitvergnügen war, sich in Mannschaften einzukaufen, in die er sonst nicht hineingekommen wäre.
[...]
Jeder kann es bis nach oben schaffen. Wenn er genügend Geld hat und einen so starken Willen wie Frank Müller.
wirklich kritisch wird das Verhalten des Herr Müller aber nicht aufgearbeitet. Für Müller mag das bestimmt ganz toll gewesen sein, wenn er “der einzige Spieler, der von der Kreisliga bis zur Champions League in allen Klassen gespielt hat” ist, oder wenn er gegen Tischtennis-Stars wie Timo Boll oder Jan-Ove Waldner spielen durfte. Aber tut es auch dem Sport gut?
Man stelle sich das mal im Fussball vor! Die Fans hätten einen solchen Sponsor, der sich solche Rechte herausnimmt, sofort gelyncht. Man sah es ja bei Hoffenheim und Sponsor Dietmar Hopp. Und da war Dietmar Hopp eher nur Geldgeber!
Solche Sponsoren zeigen doch, dass man Tischtennis als eine populäre Sportart gar nicht ernst nehmen kann. Nach meiner Meinung ist solch ein Sponsoring eher kontraproduktiv, wenn man die eigene Person vor den Sport stellt.
Völlig unabhängig von der Person Müllers, was haltet ihr von solch einer Art des Sponsorings?
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