Wednesday, June 29th, 2016

Team-WM 2014: Deutschland trifft im Finale auf China

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Wie schon bei ihrem letzten Aufeinandertreffen bei der Team-WM am 31. März 2012 in Dortmund trennen sich Deutschland und Japan mit 3:1. Vor heimischen Publikum machten es diesmal die Japaner den Deutschen aber umso stärker. Dabei zeigte insbesondere Timo Boll eine starke Leistung, während sich der auf Position Eins gesetzte Dimitrij Ovtcharov zum zweiten Mal in diesem Turnier geschlagen geben musste. Nachfolgend der ausführliche Spielbericht:

Timo Boll – Koki Niwa … 3:1 (-16, 5, 4, 12)

Die erste Partie zwischen Timo Boll und Koki Niwa begann ausgeglichen. Erst nach und nach konnte sich der Japaner absetzen. Nach dem Boll anschließend 7:9 hinten lag, drehte er noch einmal richtig auf und erspielte sich beim Stand von 10:9 sogar den ersten Satzball. Diesen konnte er aber nicht nutzen und musste sich anschließend drei Satzbälle gegen ihn erwehren ehe er wieder selbst die Chance hatte den Satz für sich zu entscheiden. Doch auch er vergab anschließend drei Versuche, ehe es wieder am Japaner Koki Niwa lag, der anschließend in einem sensationellem Ballwechsel den Satz mit 18:16 für sich entschied.
Im zweiten Satz hatte Boll dann seinen Gegner unter Kontrolle und gewann ungefährdet mit 11:5 nach dem er sich schon früh absetzen konnte. Und auch im dritten Satz erwischte Boll den besseren Start, sodass seine Führung zeitweise sechs Punkte betrug. So ging auch dieser dritte Satz mit 11:4 klar an Boll.
Als man schon dachte Boll hätte dem Japaner die Zähne gezogen kam Niwa im vierten Satz noch einmal eindrucksvoll zurück. Mit einem guten Start erspielte er sich beim Stand von 8:4 das erste Mal eine vier Punkte Führung. Doch wie schon im ersten Satz kam Boll nach einem Stand von 6:9 wieder bis auf einen Punkt an Niwa ran, ehe das japanische Timeout genommen wurde. Doch Boll glich bei eigenem Aufschlag zum 9:9 aus, doch auch Niwa nutze anschließend seinen ersten Aufschlag. Boll konnte den ersten und zweiten Satzball abwehren, ehe er seinen ersten Matchball bekam. Doch auch diesen wehrte Niwa sehenswert ab, ehe er sich dem zweiten Matchball geschlagen geben muss. Mit 14:12 gewann damit Boll den vierten und entscheidenden Satz und brachte Deutschland mit 1:0 in Front.

Dimitrij Ovtcharov – Jun Mitzutani … 2:3 (-8, 16, 6, -6, -8)

Dimitrij Ovtcharov tat sich in seinem ersten Satz gegen Jun Mitzutani deutlich schwerer als Timo Boll gegen seinen Kontrahenten. Lange musste er einem Rückstand hinterher laufen, ehe er beim Stand von 6:6 das erste Mal ausgleichen konnte. Doch Mitzutani holte sich seine zwei Punkteführung gleich wieder zurück, hatte beim Stand von 10:8 dann seinen ersten Satzball, den er auch gleich nutzte. Wie Boll verlor also auch Ovtcharov den ersten Satz, aber wie Boll kam auch er in den zweiten Satz besser in Fahrt. Doch Mizutani wehrte sich und das erfolgreich. Nach dem Mizutani nach einer spektakulären Ralley zum 8:8 ausgleichen konnte, nahm Bundestrainer Jörg Roßkopf schon relativ früh die Auszeit. Diese zahlte sich aber lange nicht aus. Erst musste der Deutsche den ersten Satzball vom Japaner abwehren, anschließend vergaben beide, aber vor allem Ovtcharov reihenweise ihre Chancen den Satz zu entscheiden. Erst mit dem Punkt zum 18:16 gewann Ovtcharov in einem umkämpften Satz diesen.
Auch der dritte Satz begann umkämpft, Ovtcharov war aber nun deutlich besser im Spiel, erspielte sich dadurch 4 Satzbälle und nutze gleich den ersten zum 11:6 Endstand. Genau die umgekehrte Situation folgte in Durchgang vier. Und auch Mitzutani verwandelte seinen ersten Satzball zum Stand von 11:6, sodass ein fünfter entscheidender Satz folgte.
Beim fünften Satz fehlte es ebenfalls nicht an spektakulären Ballwechseln, die aber fast alle Mizutani für sich entscheiden konnte. Als Ovtcharov dann aber zum 7:8 verkürzen konnte kam das japanische Timeout. Diese zahlte sich auch aus, obwohl Ovtcharov zum 8:8 ausgleichen konnte, gewann Jun Mitzutani den entscheidenden letzten Satz mit 11:8.

Patrick Franziska – Kenta Matsudaira … 3:2 (10, -7, -6, 5, 5)

Patrick Franziska hatte nun die schwierige Aufgabe vor der aufgebrachten Menge gegen Kenta Matsudaira die Deutschen wieder auf Kurs zu bringen. Dies gelang ihm auch sehr gut, hielt die Partie offen und gewann den ersten Satz mit 12:10. Den besseren Start in Satz zwei erwischte dann Matsudaira, der schnell mit 4:0 führte, ehe sich Franziska langsam ran kämpfen konnte. Als Franziska zum 7:7 ausglich, nahm der japanische Trainer die Auszeit. Auch diese zahlte sich sofort aus, der Japaner gab keinen Punkt mehr ab und gewann den Satz mit 11:7. Franziska entglitt nun die Partie, trotz eines guten Start in den nächsten Satz schwächelte er wieder am Ende und verlor mit 6:11. Doch Franziska gab sich nicht geschlagen, gewann souverän den vierten Satz mit 11:5 und sicherte sich damit ebenfalls den fünften und entscheidenden Satz. In diesem begann Franziska bärenstark, erspielte sich einen vier Punkte Vorsprung und als Matsudaira ins Spiel zu finden drohte nahm Roßkopf die Auszeit. Diese zahlte sich aus, Franziska gewann das wichtige Spiel mit 11:5.

Timo Boll – Jun Mitzutani … 3:0 (6, 5, 6)

Zeigte Mitsutani noch in der Partie gegen Ovtcharov eine bärenstarke Leistung fand er in Timo Boll seinen Meister. Boll dominierte die meisten Rallies und auch die Auszeit im dritten Satz konnte die klare 0:3 Niederlage nicht verhindern. Boll gewann mit 11:6, 11:5 und 11:6.

Im Finale wartet nun mit China der schwerste Gegner für die Deutschen.


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