Wang Hao gewinnt Weltcup in Magdeburg
Das Finale des Weltcups in Magdeburg war zum Leidwesen der deutschen Fans ohne deutsche Beteiligung. Vielmehr war es wie schon so häufig ein rein chinesisches Duell um den Weltcup. Es traf der Youngster Zhang J. K., der in seinem Halbfinale den Japaner Jun Mizutani mit 4:3 besiegt hatte, auf seinen Landsmann Wang Hao, der seinerseits den deutschen Spitzenspieler Timo Boll mit 4:1 schlug.
Der Partie war wie zu erwarten auf einem hohen Niveau. Im ersten Satz konnte sich Zhang mit 11:8 durchsetzen. Die beiden boten teilweise spektakuläre Rallys, die schön anzusehen waren. Der zweite Satz war verglichen zum ersten leider wenig spektakulär, es kam einfach kein richtiger Spielfluss auf. Und falls doch, war es vor allem das Kurz-Kurzspiel, das für Wang Hao erfolgreich war, an Attraktivität für den Zuschauer aber sparte. Am Ende hatte Wang Hao drei Satzbälle und gewann den Satz mit 11:8.
Der dritte Satz ging in die Verlängerung, nach dem Zhang seine drei Satzbälle nicht nutzen konnte. Am Ende verlor Zhang mit 10:12, unbegreiflich wie er die besten Chancen ausließ. Wang Hao musste gar nicht viel machen, die Fehlerkette von Zhang bescherte ihm diesen zweiten Satzgewinn.
Und auch im vierten Satz führte Zhang mit 9:7 und konnte diesen Satz nicht nach Hause bringen. Wang Hao ist nervenstärker und klaut sich auch diesen Satz mit 11:9.
Am Ende hatte dann Wang Hao im fünften Satz beim Stande von 10:8 zwei Satzbälle gegen Zhang und vergab lediglich einen, sodass er mit 11:9 und insgesamt 4:1 Weltcup-Sieger 2010 ist. Zhang J. K. hat sich in diesem Finale deutlich unter Wert verkauft, weil er die entscheidenden Punkte einfach nicht machte. Trotz des klaren 4:1 Erfolges von Wang Hao war es eine Partie auf gleicher Augenhöhe.
Finale des Weltcups in Magdeburg:
Wang Hao – Zhang J. K. 4:1 (8:11, 11:8, 12:10, 11:9, 11:9)
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